Manifest

Manifest von KlimaBündnis Basel enthält unsere Visionen und Forderungen für eine klimagerechte Zukunft.

Kurzfassung Manifest

Politiker*innen und Vertreter*innen der Wirtschaft berücksichtigen bei ihren Entscheidungen die Dringlichkeit der Klimakrise nicht. Deshalb organisieren wir uns im Strike for Future und fordern wirksame und sozial-gerechte Massnahmen zur sofortigen Reduktion von Treibhausgasemissionen.  Die Klimakrise betrifft uns alle! Dafür versammeln wir uns am  21. Mai in der ganzen Schweiz auf der Strasse.

Schon heute sehen wir deutlich: die Klimakrise ist real und erfordert unser sofortiges und energisches Handeln. Die Wissenschaft warnt seit langem: wir müssen die Erderhitzung auf 1.5 Grad begrenzen. Falls das nicht gelingt, werden Umweltschäden dramatisch zunehmen und die schon bestehenden sozialen Ungerechtigkeiten auf der ganzen Welt um ein Vielfaches verstärkt. 

Trotz zahlreichen Streiks, Demonstrationen und Aktionen nehmen die Regierungen, Grosskonzerne und Finanzinstitutionen ihre Verantwortung gegenüber der Bevölkerung und unserer Umwelt nicht wahr. Gleichzeitig merken immer mehr Menschen, dass wir nicht wie bisher weitermachen können. Unbegrenztes Wirtschaftswachstum in einer Welt mit begrenzten natürlichen Ressourcen ist nicht möglich und zerstört systematisch unsere Lebensgrundlage. Das bestehende wachstums- und profitorientierte System ist unfähig, seine wirtschaftlichen, ökologischen und sozialen Krisen zu lösen!
Schliessen wir uns dort zuerst zusammen, wo wir leben und packen gemeinsam Probleme bei uns und in unserer Umwelt und Gesellschaft an der Wurzel an!

Gründen wir Lokalgruppen in der Nachbarschaft, am Arbeitsplatz und in der Schule und setzen wir uns zusammen für eine gerechtere Zukunft ein! Beginnen wir mit einem ökologischen und sozialen Wandel, der von der breiten Bevölkerung gestaltet und getragen wird!

Unsere Forderungen:

  1. Klimagerechtigkeit
  • Soziale Ungleichheiten müssen in der Bekämpfung der Klimakrise berücksichtigt werden.
  • Die Verursacher*innen der Klimakrise, zu denen auch die Schweiz als Finanz- und Rohstoff-Drehscheibe gehört, sollen ihre Verantwortung wahrnehmen. 
  • Gerechte Verteilung der global zur Verfügung stehenden Ressourcen.
  1. Systemwandel: Wir brauchen eine grundlegende Transformation unserer Wirtschaft, Politik und Gesellschaft
  • Arbeit darf nicht mehr dem Profitstreben, sondern soll den Bedürfnissen der Menschen und einer ökologischen und nachhaltigen Produktion dienen
  • Rück- und Umbau von klimaschädlichen Wirtschaftszweigen und Umschulungen für betroffene Arbeiter*innen.
  1.  So schnell wie möglich CO2-neutral werden; die 1.5 Grad Grenze nicht überschreiten!
  • Eine Überschreitung des 1.5 Grad-Ziels könnte aufgrund von Kipppunkten zu Veränderungen führen, die irreversibel sind. 
  1. Transparentes Finanzsystem ohne klima- und menschenschädigende Investitionen
  • Finanzinstitute (Banken, Pensionskassen, Vermögensverwalter*in etc.) nutzen ihre finanziellen Ressourcen zur Ermöglichung einer netto null Wirtschaft und respektieren dabei strikte Nachhaltigkeitskriterien und Menschenrechte. 

5. Eine Verbesserung des CO2 Gesetzes – spätestens ein Jahr danach

  • Das neue CO2-Gesetz ist ein erster Zwischenschritt, reicht aber bei Weitem nicht aus, um die Klimaziele von Paris zu erfüllen. Wir fordern ein Gesetz, welches diesen mindestens entspricht!

Forderungen für Basel

6. Basel2030 – JA zur Klimagerechtigkeitsinitiative.

  • Reduktion der Treibhausgasemissionen des Kantons Basel-Stadt auf Netto-Null bis spätestens 2030. 
  • Faire Umstellung auf eine CO2-neutrale Wirtschaft und Gesellschaft im Sinne der Klimagerechtigkeit 

Deshalb: Alle auf die Strasse am 21. Mai für den Strike for Future! Streiken wir für eine gerechte und nachhaltige Zukunft und vernetzen wir uns auf lokaler Ebene, um gemeinsam für Klimagerechtigkeit einzustehen!

Vollständiger Manifest zum Herunterladen